…it’s the access, stupid

Unser Wirtschaftsmodell wird vornehmlich durch drei Säulen getragen, diese sind:

Ressourcen – Arbeit – Kultur

Durch die Anwendung von Arbeitsleistung extrahieren wir Ressourcen um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Endliche Ressourcen, erschlossen, verarbeitet und verbraucht in einem geschlossenem System, unserer Erde. Wie diese Bedürfnissbefriedigung durch Ressourcennutzung von statten geht wird in erster Linie durch die Prämissen unserer Kultur vorgegeben. In anderen Worten liegt der Ressourcenextraktion und deren Verwendung- u. Verarbeitungart unsere Weltsicht zu Grunde, die Basis unseres Wirtschaftens gründet also auf einer kulturspezifischen Perspektive. Diese Perspektive, die allzu lange durch Scheuklappen eingeschränkt wurde soll hinterfragt werden.

Anstelle einer offenen Betrachtung, einer systemischen Auseinandersetzung (Systemtheorie) haben allerlei Dogmen (Politik, Religion, u.a.) und Annahmen über die „Natur des Menschen“ aber auch technologische Innovationen und deren Anwendung uns den heutigen kulturellen Zeitgeist beschert. Ein Zeitgeist der zu lange von Vorstellungen wie: „die unsichtbare Hand des Marktes“, Konkurrenzdenken, Verknappung und Möglichkeiten der monetäre Bewertungen der Umwelt geprägt wird.

Die Vorstellung, dass die Natur ein Lager, ein Vorrat an Leistungen für den Menschen bereithält und diese uneingeschränkt verwertet werden können ist veraltet. Die unkontrollierte Übernutzung, das streben nach maximalem Profit und das Ignorieren von Kreisläufen muss einer geistigen und ökonomischen Renaissance weichen.

Eine neue Wirtschaftsordnung muss die Biosphäre, unser Lebenshabitat vor Profit setzen – oder gar vor Profit schützen?

Ein Umdenken in Sachen Besitzverhältnisse ist bereits im Gange, die Idee der Shared Economy bereits kommerzialisiert in Beispielen wie AirBnB, Blablacar und von alters her in Form von Bibliotheken.

À la Blablacar brauche ich also kein Auto um von Zürich nach Bern zu fahren, sondern lediglich den Zugang zu der Person, die diese Strecke mit oder ohne mich zurücklegt. An die Stelle von Plan your Journey tritt jetzt Share your Journey. Übernachten werde ich selbstverständlich dann im zugänglichem Privatzuhause wie AirBnB oder couchsurfing.com mir vorschlägt.

In diesem Sinne würde in einer Access economy in erster Linie nicht der Besitz, sondern der Zugang zu Gütern im Vordergrund stehen.

Lucas Meile

Gründer von resilienz-jetzt.ch

2 Gedanken zu „…it’s the access, stupid

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